Pathology : Molecules that changed the World: A Brief History of the Art and Science of Synthesis and its Impact Society

Molecules that changed the World: A Brief History of the Art and Science of Synthesis and its Impact Society

EUR 34,53


Ein Coffee-Table Book - Dies ist ein äußerst ungewöhnliches Chemie-Buch. Es ist weder ein klassisches Lehrbuch der Chemie von Naturstoffen, noch eine einfach verständliche Einführung in die Synthese und Anwendung von wichtigen Naturstoffen, welche Eingang in die medizinische Anwendung gefunden haben. Aufgrund seiner überraschend guten graphischen Gestaltung und reichhaltigen Bebilderung würde man es vom Layout eher als ein Coffee table book einstufen, in dem es richtig Spaß macht zu schmökern. Der Inhalt richtet sich jedoch eher an ein Publikum mit einem guten Verständnis der organischen Chemie, Biochemie und Pharmakologie. Dieses Buch beschreibt die Geschichte von über 40 Naturstoffen, ihre Entdecker, Synthesen und Anwendungen. Es verbindet die Geschichte der Naturwissenschaften in interessanter Weise mit der Chemie und Biologie.Der Hauptautor, Prof. Dr. K.C. Nikolaou spielt auch eine große Rolle als organischer Chemiker in diesem Buch, da er mit seinen Mitarbeitern eine Reihe von chemischen Synthesen zum ersten Mal durchführen konnte. Er ist Direktor am Department of Chemistry im Scripps Research Institute und Inhaber weiterer Professuren an der Universität von San Diego (Kalifornien) und in Singapur.Nach einer kurzen Einführung in die Welt der organischen Moleküle, werden in den nächsten Kapiteln die ersten chemischen Synthesen von Harnstoff (1828 durch F. Wöhler), Essigsäure, Glucose (1891) und Aspirin (1897) im 19. Jahrhundert beschrieben. Im 20 Jahrhunderts erfolgten die wegweisenden Synthesen u.a. von Kampher (1903), Terpineol (1904), Tropinone (1917), Haemin (1929), Chinin (1944), Morphin (1952), Steroidhormone (1952), Strychnin (1954), Penicillin (1957), Prostaglandine und Leukotriene (1969), Vitamin B12 (1972), Erythromycin (1978), Monensin (1979), Avermectin (1986), Amphotericin B (1987), Ginkgolid B (1988), Cyclosporin & Rapamycin (1989), Calicheamicin (1992), Taxol (1994), Brevetoxin (1995), Epothilon (1996), Vancomycin (1999) und weiterer biogener Naturstoffe. Ein kurzer Abstecher beschreibt die Entwicklung von rekombinanten Naturstoffen, wie Insulin und Erythropoietin. Diese Beschreibungen gehen meist mit einem Kurzporträt der jeweiligen Entdecker und organischen Chemiker, Syntheseschemata sowie weiteren Entwicklungen sowie zugehörigen Hintergrundinformationen einher.Dieses Buch würdigt die Meisterschaft von bedeutenden Naturstoffchemikern wie Robert Robinson, Robert B. Woodward, E.J. Corey, A. Eschenmoser, L. Ruzicka, V. Prelog, G. Stork, R. Hoffmann, K.C. Nicalaou, K. Nakanishi, R.A. Holton, R.B. Merrifield, und P.A. Wender.Die Molecules sind auch für einen Nichtchemiker interessant zu lesen, da die Hintergründe für etliche wichtige biogene Arzneistoffe beleuchtet werden. Das Werk ist ausgesprochen flüssig geschrieben und exzellent illustriert. Es ist eine Bereicherung für jeden Pharmazeuten, Pharmakologen, Mediziner, Biologen aber auch chemisch gebildeten Laien und Studenten mit einem Interesse an biologisch aktiven Naturstoffen, ihren Eigenschaften und chemischer Synthese. Michael Wink, Heidelberg

bunter und vielseitiger Eindruck in die Geschichte der Organischen Synthese - Dieses bislang nur in englischer Sprache erhältliche Buch vermittelt einen bunten und vielseitigen Eindruck in die Geschichte der Organischen Synthese. Es zeigt die Hintergründe auf, die zur Herstellung eines bestimmten Moleküls führten, sei es die Notwendigkeit eines Medikaments für ein bestimmtes Leiden wie bei zahlreichen der oben aufgeführten Beispiele oder einfach wissenschaftliche Neugier und Ehrgeiz, etwa wie bei der Synthese von Vitamin B12. Darüber hinaus werden die Forscher, die solche Synthesen anpackten, kurz in Wort und Bild porträtiert und die Folgen ihrer Tätigkeit umrissen. Der fachliche Anspruch der Texte ist recht hoch, sodass sich Laien auf dem Gebiet der Chemie damit zumindest gelegentlich schwertun dürften, auch wenn weite Teile des Buchs vor allem auf spannende Weise ein interessantes Stück Wissenschaftsgeschichte nacherzählen.An wen sich das Buch hauptsächlich wendet, geht aus den auf den äußeren Hälften der Buchseiten aufgeführten, immer möglichst detailliert gestalteten Reaktionsgleichungen hervor, mittels derer sich für den Chemiker die berühmt gewordenen Synthesewege erschließen. Darstellungen der besprochenen Moleküle findet man nicht nur in der üblichen Keil-Strich-Schreibweise, sondern fast immer auch als Kugel-Stab-Modelle.Einschübe stellen berühmte Reaktionen vor, die bei der Synthese eines Moleküls angewendet wurden, zum Beispiel die Diels-Alder-Reaktion, oder auch bestimmte Typen von syntheserelevanten Bausteinen wie Carbokationen und Radikale. Damit können Fachfremde nicht viel anfangen. Wer sich indes einmal mit organischer Chemie befasst hat und längere Zeit nicht mehr mit den Grundlagen zu tun hatte, findet sich rasch wieder ein - die Erläuterungen sind hierzu anschaulich genug. Illustriert wird das Buch nicht nur durch die Moleküldarstellungen und Reaktionsgleichungen sowie zahlreiche Porträtfotos der involvierten Forscher, sondern auch durch viele weitere Abbildungen, beispielsweise von Pflanzen, Tieren und Pilzen, die jene Moleküle, ob Pharmazeutika oder Gifte, produzieren, welche auf die im Buch beschriebene Weise von Synthesechemikern nachgebaut wurden.Die Autoren weisen immer wieder auf die Schönheit einzelner Moleküle (durchaus auch hochgiftiger Substanzen) und auf die Eleganz von Reaktionswegen hin. Diese Ästhetik erschließt sich dem fachkundigen Leser dank der Erläuterungen und Abbildungen jedoch ohnehin, ebenso wie der Umstand, dass die Natur zahllose hochkomplexe Moleküle auf viel weniger komplizierte Weise produziert, als der Mensch es kann.Sofern der Leser ein Stück weit mit organischer Chemie und mit dem notwendigen Fachenglisch vertraut ist, schenkt ihm dieses Buch eine gehaltvolle, dabei mitreißende, farbenfrohe Reise durch die Geschichte der organischen Synthese und des Strebens von Wissenschaftlern nach einem besseren Verständnis natürlicher Abläufe.




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